Leben 2050 - Vision oder Apokalypse

Beitrag von M. Ramke -

Heute will ich auf die  Webseite des innovatorsclub Niedersachsen aufmerksam machen.

Die auf  ihrer 12 te Sitzung  im Oktober 2015, ihre  Zukunftsvisionen vorstellten.  

Mitglied im inniovatorclub ist u. a. auch MICROSOFT ...

 

Hier einige inhaltliche Auszüge aus:

 http://www.zukunftniedersachsen.de/index.php/archiv/23-vision-oder-apokalypse

 

Der Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Dr. Marco Trips, hatte in seinem Grußwort einen Blick in die Zukunft versprochen. Nach den ausgesprochen inhaltsreichen und fundierten Vorträgen stellte sich manchem Teilnehmer durchaus die Frage, ob er einer Vision oder der Ankündigung einer Apokalypse gelauscht hatte. 

...

In seinem Ausblick auf zukünftige Wohnformen meinte Wulf, es werde um die Themen Stadt und Klima, gesundes Wohnen (smart beeing), smart furniture vs. smart home, um die Frage, in welchen Wohnformen wir künftig zusammenleben würden, um Perspektiven für Stadt und Region und auch um eine menschenwürdige Architektur gehen. Die Wohnformen der Zukunft müssten notwendig andere sein. 

75 Prozent der Menschen würden in den immer größer werdenden Städten leben.

50 Prozent seien Single-Haushalte, das klassische Familienbild werde überholt sein.

Es gehe aber auch um individuelle Lebensweisen, der Mensch werde auch in Zukunft Nähe und Zusammenhalt brauchen. Es werde aber alles enger werden, immer mehr kleine und kleinste Wohnungen geben. Wulf zeigte Beispiele aus Hongkong, beschrieb Wohnwaben mit Wohnen auf engstem Raum aber äußerst praktischer und minimierter Einrichtung. Man werde mehr mit anderen Menschen teilen, weniger Gegenstände besitzen.  Nicht nur Autos, auch Küchen, sogar vielleicht Möbel und vieles anderes mehr. Wohnen werde etwas Dezentrales. Die Küche werde zunehmend kalt bleiben. Man treffe sich auch nicht mehr in den Wohnungen, sondern in Mietcontainer oder Waben. Wohnen sei kein endgültiger Zustand mehr, sondern ein ständiger Prozess. Dennoch werde der private Rückzugsraum nicht an Relevanz verlieren, auch wenn sich das Stillen vieler Bedürfnisse nach außen verlagern werde.

 

An anderer Stelle ist zu lesen:

Wie leben wir oder was wird sein – wenn ich älter bin?
2050 – ich habe gerade Streit mit Emmy. Emmy ist sauer auf mich und ich bin sauer auf Emmy. Warum? Das ist schnell erklärt: Emmy ist vor drei Jahren auf Wunsch meiner Angehörigen und meiner Gemeinde bei mir eingezogen,

Emmy ist ein Haushaltsroboter, der mich bei allen Tätigkeiten im Haushalt unterstützt und auch leichte Pflegetätigkeiten übernimmt. Der Haken ist, dass bei der Programmierung von Emmy manches zu gut gemeint wurde. Sie ist derart fürsorglich, dass sie letztens meine noch vollen Weinflaschen zum Flaschencontainer gebracht hat. Der schöne Barolo, lang gehegt von mir, ist nun nicht mehr hier, sondern im Container. Dafür serviert Emmy gerade Fencheltee. Sehr gesund, aber ich würde doch meinen Wein bevorzugen.

Ansonsten ist Emmy ganz okay, denn unsere menschlichen Pflegekräfte sind unbezahlbar geworden - wie eigentlich alles menschliche Handwerk. Hier haben wir schon fast alle Berufe durch Roboter ersetzt, die ausfallsicher sehr präzise arbeiten.

Zwischenzeitlich hatte ich es mit einer Senioren-WG probiert, aber immer wieder starb jemand weg, und so habe ich mir eine gemeindliche Altenwohnung gemietet. Hier habe ich, was ich brauche: Emmy und einen menschlichen Besuchsdienst. Außerdem werde ich altersgerecht beschäftigt.

Störend ist die gelegentlich übertrieben programmierte Welt in meiner Wohnung: Wenn man nicht aufpasst, wird einem spontan schlecht, denn ab und an wird die Musik einfach nach dem Lebensalter eingespielt. Neulich traf es mich ganz gemein: Andrea B. und Helene F. kamen mir kurz nacheinander auf meiner Leinwand entgegen und sangen aus voller Kehle, als ich die Wohnung betrat. Ebenso nervig können Kommunikationsroboter werden, die mir dauernd irgendwelche altersgerechte Gesellschaftsspiele vorschlagen oder mit mir spazieren gehen wollen - früher haben wir die Hunde ausgeführt, heute führen uns die Roboter aus …

 

Dennoch: es ist schon an vieles gedacht, was mir den Alltag leichter macht!

 

Wenn du magst, dann lasse uns teilhaben an deinen Gedanken und Gefühlen, die du beim Lesen der Zeilen hattest.  Ich freue mich auf eure Kommentare. 

 

Sonnige Tage,

Marlies

 

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